Dieser Ausdruck wird von Aktivistinnen und Aktivisten genutzt, um zur weltweiten Solidarität mit dem palästinensischen Widerstand aufzurufen. Der Begriff „Intifada“ bedeutet wörtlich „Erhebung“ oder „Aufstand“ (vom arabischen Wort „nafada“, was „abschütteln“ oder „sich erheben“ bedeutet) und bezieht sich historisch auf zwei bedeutende palästinensische Aufstände gegen die israelische Besatzung. Die erste Intifada (1987–1993) war zunächst durch zivilen Ungehorsam, Streiks, Demonstrationen und Steinwürfe gekennzeichnet, entwickelte sich jedoch zunehmend zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Sie führte zu etwa 200 getöteten Israelis, überwiegend Sicherheitskräfte, aber auch Zivilisten. Die zweite Intifada (2000–2005), auch als Al-Aqsa-Intifada bekannt, war weitaus gewaltsamer und durch eine systematische Welle von Terroranschlägen geprägt, insbesondere Selbstmordattentate, die vor allem Zivilisten in Israel trafen. Diese Anschläge wurden häufig von palästinensischen Terrorgruppen wie Hamas, Islamischer Dschihad und den Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden organisiert und zielten gezielt auf zivile Ziele wie Busse, Cafés, Märkte und Einkaufszentren, um maximale Angst und Opferzahlen zu erzeugen. Insgesamt wurden während der zweiten Intifada etwa 1.100 Israelis getötet, davon etwa 715 Zivilisten, darunter Frauen, Kinder und ältere Menschen. Zu den weiteren Taktiken gehörten Schusswaffenangriffe, Messerangriffe und Autobomben, die ebenfalls oft zivile Opfer forderten. Der Slogan „Globalize the Intifada“ wird von Kritikern als Aufruf zu Gewalt und Terrorismus gegen Israel interpretiert, da die Intifadas, insbesondere die zweite, durch derartige gezielte Angriffe auf Zivilisten geprägt waren, die international als Terrorakte verurteilt wurden. Befürworter des Slogans sehen ihn hingegen oft als Symbol für globalen Widerstand gegen die israelische Besatzung und Unterdrückung, wobei sie die Gewaltaspekte herunterspielen oder als legitimen Widerstand gegen die Besatzung rechtfertigen.