Kolonialismus bezeichnet die fremdbestimmte Herrschaft einer ausländischen Macht über ein Gebiet und dessen Bevölkerung, oft zur Ressourcenausbeutung. Kritiker bezeichnen Israels Gründung oder die Besatzung palästinensischer Gebiete als „Siedlerkolonialismus“, da sie eine Verdrängung der einheimischen Palästinenser sehen. Befürworter Israels argumentieren dagegen, dass Juden seit über 3.000 Jahren eine historische, religiöse und kulturelle Verbindung zum Land Israel haben, wie archäologische Beweise und kontinuierliche jüdische Präsenz zeigen. Die zionistische Bewegung wird als Rückkehr eines indigenen Volkes in seine Heimat betrachtet, nicht als Kolonisierung durch eine fremde Macht, motiviert durch Verfolgung und die Notwendigkeit eines sicheren Zufluchtsorts nach der Shoah. Die Gründung Israels 1948 wurde durch die UNO-Resolution 181 legitimiert.