|
|
 |
Informationen der israelischen Botschaft Bern
hs (28. Apr 2006, 19:40)
 |
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
(1) BILD-Exklusiv-Interview mit Israels Ministerpräsident Dr. Ehud Olmert: „Die Hamas will Israel zerstören“
Kai
Diekmann und Jörg Quoos sprachen in einem BILD-Interview mit
Ministerpräsident Ehud Olmert über Terror, Kriegsangst und die Hoffnung
auf Frieden. Während des langen Gespräches, dessen 2. Teil morgen
erscheint, stellten sie ihm folgende Fragen:
BILD: Kurz nach Antritt der neuen Hamas-Regierung bombte ein
Selbstmordattentäter neun Menschen in Tel Aviv in den Tod, verletzte
über 60 unschuldige Passanten. Ein Hamas-Sprecher bezeichnete den
Anschlag als „Akt der Selbstverteidigung“. Sie haben bewusst auf einen
Vergeltungsschlag der Armee verzichtet. Warum? Olmert: Ich bin nicht
der Meinung, dass sich Israel den Zeitplan für sein Handeln von den
Palästinensern vorschreiben lassen sollte. Ich werde entscheiden, wann
wir reagieren, wo wir reagieren und wie. Und ich bin fest entschlossen,
den Kampf gegen den Terror fortzuführen. Dieser Krieg wird Tag für Tag
weitergehen. Aber an diesem Tag war ich nicht der Ansicht, dass ich
reagieren müsste, nur weil das jeder von uns erwartete. Seien Sie
versichert, dass jeder, der für diesen Selbstmordanschlag in Tel Aviv
verantwortlich ist, gefasst und vor Gericht gestellt wird. Aber das
Wann, Wie und Wo – das entscheiden wir selbst, frei von den Erwartungen
anderer.
BILD: Kann man der palästinensischen Führung überhaupt trauen? Olmert:
Bezogen auf Abbas lautet meine Antwort: Ja, ich vertraue ihm. Ob ich
glücklich bin über seine bisherige Leistung? Alles in allem: nein! Denn
er hat bis jetzt nicht bewiesen, dass er die Zustände in der
Palästinenser-Regierung ändern und sich gegen die terroristischen
Flügel durchsetzen kann, um die Gewalt zu stoppen. Also, Abbas ist
anders als sein Vorgänger, aber Hamas ist und bleibt Hamas, eine
Organisation, die sich zu hundert Prozent dem Terror verschrieben hat.
BILD: Kein Thema spaltet Israel so sehr wie der einseitige Rückzug
aus den Palästinensergebieten, den Ariel Scharon und Sie beschlossen
haben. Zum „Dank“ haben die Palästinenser die Hamas in die Regierung
gewählt. Halten Sie aus heutiger Sicht den Abzug ohne Friedensvertrag
für einen Fehler? Olmert: Zunächst einmal: Ein Abkommen oder ein
Friedensvertrag mit den Palästinensern wäre mir lieber! Dazu muss
verhandelt werden. Aber solange die Hamas erklärt: „Wir haben kein
Interesse an einem Friedensvertrag mit Israel, auch nicht an
Verhandlungen. Wir werden Israels Existenzrecht nicht anerkennen und
die bestehenden Verträge mit Israel ebenso wenig“ – da ist es sinnlos,
über Verhandlungen auch nur nachzudenken. Wenn sich daran nichts
ändert, wenn die Palästinenser ihren Terror weiter vorantreiben, muss
sich Israel fragen: Was sollen wir tun? Ewig darauf warten, dass die
Palästinenser sich ändern? In diesem Fall will ich eine breite
Diskussion in meinem Land darüber führen, wie wir unsere wichtigsten
Ziele erreichen: Die größtmögliche Trennung von den Palästinensern
einerseits und andererseits ein Maximum an Sicherheit für die Grenzen
des Staates Israel und seiner Bürger. Ein Teil dieses Prozesses wird
die Integration der Bürger aus den aufgelösten Siedlungen in die
israelischen Siedlungsblöcke sein. Diese Wohnblöcke werden durch den
Sicherheitszaun sowohl nach außen geschützt als auch mit dem
Staatsgebiet Israels verbunden sein. Gleichzeitig werden die
Palästinenser Kontinuität in ihren Gebieten haben, die es ihnen
ermöglicht, einen Staat zu gründen. Wenn uns das gelingt, ist es
gut. Schaffen wir es im Rahmen eines Abkommens – um so besser! Aber
wenn nicht, warum sollten wir uns dann in unserer Politik nach den
Vorgaben der Palästinenser richten? Besser wäre es, neue Umstände zu
schaffen, den Status quo so zu ändern, dass wir uns von ihnen abtrennen
und zugleich Sicherheit für unsere Bürger garantieren können.
Das vollständige Interview finden Sie unter diesem Link: http://www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/04/28/olmert-israel-interview/olmert-isreal-interview.html
|
 |
 |
 |
 |
|
 |

(2) Früherer Botschafter Jochanan Meroz im Alter von 86 gestorben Am Dienstag den 25. April ist Jochanan Meroz, von1974 bis 1981 Israels Botschafter in Deutschland, in Jerusalem gestorben. Meroz
war Leiter der Europaabteilung des israelischen Außenministeriums,
Botschafter in der Schweiz, in Paris und Bonn. Als Botschafter in der
Bundesrepublik vertrat er Israel während einer der schwersten Krisen in
der vierzigjährigen Geschichte der diplomatischen Beziehungen: als
Menachem Begin und Helmut Schmidt schwerste gegenseitige Beleidigungen
öffentlich austauschten auf dem Hintergrund geplanter Lieferung von
Leopard-Panzern nach Saudi-Arabien, was Schmidt ausgerechnet am
Holocaust-Gedenktag öffentlich verkündete. Jossi Hadas, der mit ihm
zusammen als Diplomat diente, sagte der Zeitung Haaretz über Meroz: "Er
war gradlinig wie ein Lineal, gehörte niemals einer Gruppierung an und
tratschte nie.“ Meroz ist in Deutschland geboren und hieß
ursprünglich Markuse. Er ist ein entfernter Verwandter des Philosophen
Herbert Markuse gewesen. Er schrieb nach seiner diplomatischen Amtszeit
in den 80gern ein Buch über insbesondere seine Erfahrungen in der
Bonner Zeit: "Ha'im Haya zeh Le'shav" - „War das alles umsonst?“ (http://www.haaretz.com/hasen/pages/ShArtVty.jhtml?sw=meroz&itemNo=710447)
|
 |
 |
 |
 |
|
 |

(3) Israelische Botschaft in El Salvador hilft Hurrikan- und Erdbeben-Opfern
Anstatt
eine glitzernde Unabhängigkeitsparty zu veranstalten, hat der
israelische Botschafter in El Salvador entschieden, das Budget für die
Feierlichkeiten den Opfern der Naturkatastrophe im Land zu spenden. Jedes
Jahr im Mai begehen die israelischen Botschaften weltweit feierliche
Empfänge anlässlich des Unabhängigkeitstages des Staates Israel. Der
Botschafter Israels in El Salvador, Yonatan Peled, entschied sich
jedoch dieses Jahr, diesen Anlass anders zu begehen und das für den
Event zur Verfügung stehende Budget den Opfern des Hurrikans Stan und
des Erdbebens im Land zu spenden, statt es für eine schicke Party
auszugeben.
Die Summe, zusammen mit Spenden der lokalen Jüdischen Gemeinde, wird
an die Medinat Yisrael Schule, die von 1600 Schülern besucht wird, in
der Stadt Nahuizalco in der Region Sonsonate gehen - einer Region, die
sowohl vom Hurrikan als auch Erdbeben betroffen ist.
Die Entscheidung, diesen Tag in El Salvador anders zu feiern, steht
unter dem Licht der sozialwirtschaftlichen Bedrängnis des Landes, die
sich aufgrund dieser Naturkatastrophen noch verschlimmert hat“,
erklärte Peled.
Die 30,000 US Dollar werden für die Renovierung der Klassen und
einen überdachten Spielplatz für die Schule verwendet. Mit zu der
Spende der Jüdischen Gemeinde und der kleinen israelischen Gemeinschaft
in El Salvador gehören auch technische und architektonische
Fertigkeiten, die zur Verfügung gestellt werden.
Die dennoch stattfinde kleine Unabhängigkeitsparty wird in der
Medinat Yisrael Schule, im Beisein des Bildungsministers, des
Gouverneurs, des Bürgermeisters, des örtlichen Parlamentes und anderen
Ehrengästen stattfinden. (ynet, 24.04.06)
|
 |
 |
 |
 |
|
 |

(4) Veranstaltungen zum 58. Yom HaAtzmaut
Bundesweit finden neben den großen ILI-Geburtstagsfeiern in über 40 Städten am 4. Mai (Informationen unter ili@il-israel.org) auch verschiedene Abendveranstaltungen statt, um den 58. Unabhängigkeitstag des Staates Israels zu feiern.
Die ILI-Feier in Berlin z.B. beginnt zum Beispiel am Schlossplatz in
Mitte um 15.00 Uhr. Das Programm beinhaltet neben Grußworten von
Botschaftsrat Joel Lion und Dr. Michel Friedman auch israelische Musik,
Tanz, die Verlosung einer Israel-Reise, die ILI-Statements und um 18.00
Uhr zeitgleich mit allen anderen Veranstaltungsorten den Happy Birthday
Song. Im Anschluss findet am Abend eine Party mit DJ Koby und DJ Sugar
Ray statt.
In Hamburg gibt es schon am 2. Mai eine Yom HaAtzmaut-Party, sie
findet am Dienstagabend ab 21.30h im Club "Kukuun" am Spielbudenplatz
22 in Hamburg statt. Es gibt ein israelisches Buffet und eine Tombola;
Veranstalter sind das Jugendforum der DIG (Deutsch-Israelische
Gesellschaft) Hamburg und JONS e.V., die jüdische Organisation
norddeutscher Studenten. Informationen unter jufohamburg@yahoo.de
Die DIG Trier veranstaltet ein „Happy Birthday Israel –
Benefizkonzert“ am 4. Mai um 19.00 Uhr in der Tuchfabrik, im Großen
Saal. Die Kinder und Jugendlichen der Musikschule Raisowa spielen zu
Gunsten israelischer Kinder im Rahmen des israelischen multikulturellen
Integrationsprojektes „Sparks of Science“. Informationen unter dig-trier@gmx.de
Fragen Sie in der nächstgelegenen DIG oder Jüdischen Gemeinde nach
den ILI-Feiern und auch nach zusätzlichen Veranstaltungshinweisen.
|
 |
 |
 |
 |
|
 |

(5) Israelwoche in München vom 2.-14. Mai 2006
In
München finden zwischen dem 2. bis zum 14. Mai eine umfangreiche Reihe
von Vorlesungen, Konzerten, Ausstellungen, Festen, Vorträgen,
Diskussionen, Zeitzeugengesprächen, Tanzkursen, Diashows, Kochkursen,
Kurzfilmen, Sportvorführungen, Sprachkursen, Weinproben, Kinoabenden,
Lesungen und vielem mehr statt. Die Israel-Woche bietet
Gelegenheit, das eigene Bild von Israel zu überprüfen und zu erweitern.
Sie ist ein Angebot an alle Menschen, sich Israel anzunähern, ohne eine
weite Reise unternehmen zu müssen. Über 50 sehr unterschiedliche
Veranstaltungen wollen ein Gefühl für die Realität der komplexen und
pluralistischen israelischen Gesellschaft vermitteln. Nicht
Projektionen, nicht Wunsch- oder Feindbilder sollen dominieren, sondern
die Vielfältigkeit Israels.
Die Israel-Woche 2006 ist ein gemeinsames Projekt des Arbeitskreis
Antisemitismus und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft München unter
der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Christian Ude und Shimon
Stein, Botschafter des Staates Israel in der Bundesrepublik
Deutschland, mit Unterstützung der Israelitischen Kultusgemeinde
München und vieler weiterer Unterstützer und Mitveranstalter.
Das vollständige Programm finden Sie unter www.israel-woche.net
|
 |
 |
 |
 |
|
 |

(6) Projekttag „Israel anders kennen lernen“ Unter
der Schirmherrschaft der Botschaft des Staates Israel findet unter
Teilnahme vieler Schulen aus und um Berlin am 4. Mai 2006 ein
Projekttag für Schüler statt, um ein Stück der vielfältigen
Mosaikgesellschaft Israels einen Schultag lang in den Räumen der
John-F. Kennedy-Schule Berlin zu präsentieren. Im Lehrplan der
Berliner Schulen begegnen Schüler dem Thema in verschiedenen Fächern
und die deutschen Medien berichten täglich über Ereignisse in Israel.
Der Projekttag soll den Berliner Schülern und Lehrern die Möglichkeit
bieten, einen Einblick in den israelischen Alltag zu bekommen.
Israelische Bürger können in ihrem Land auf ein facettenreiches
gesellschaftliches, kulturelles, religiöses und wirtschaftliches Leben
zurückgreifen, das zwar vom israelisch-palästinensischen (arabischen)
Konflikt beeinflusst, aber nicht beherrscht wird. Ziel ist es, den
Berliner Schülern der 10. und 11. Klasse die Möglichkeit zu bieten,
mehr über die Menschen, die hinter den Begriffen Israel und Israelis
stehen zu erfahren. Zu dieser Veranstaltung mit Workshops zum Real Life
in Israel, Musik in Israel, Die Jüdische Religion, Umweltschutz in
Israel und zum Schüleraustausch, sowie zwei Panels mit Botschafter
Shimon Stein und zwei Prominenten in Deutschland haben sich knapp 500
Teilnehmer angemeldet.
|
 |
 |
 |
 |
|
 |

(7) Ausstellung im Bellevue-Saal in Wiesbaden mit Inga Fonar Cocos
Unter
dem Titel BLINDSEHEN zeigt der Verein zur Förderung künstlerischer
Projekte mit gesellschaftlicher Relevanz e.V. eine Ausstellung von der
israelischen Künstlerin Inga Fonar Cocos und dem deutschen Künstler
Klaus Illi.
Die Ausstellung umkreist den Diskurs der Wahrnehmung. Der
Ausstellungstitel stammt aus der Neuropsychologie und bezeichnet
wissenschaftlich noch nicht richtig erklärbare Wahrnehmungsphänomene
von Erblindeten - er wird hier spiegelbildlich auf die freiwillige
Blindheit der Sehenden übertragen. Die künstlerische Analyse unserer
Sehdefekte beinhaltet dabei psychologische, physiologische und
historische Fragen. Cocos legt ihren Schwerpunkt eher auf die
individuellen, Illi auf die gesellschaftlichen Prozesse des Erblindens.
Die Ausstellung ist noch bis zum 14. Mai 2006 im Bellevue-Saal, Wilhelmstr. 32, 65183 Wiesbaden zu sehen.
Öffnungszeiten:
Di – Fr 16 – 19 Uhr Sa – So 14 – 18 Uhr
Nähere Informationen:
Bellevue Saal Wilhelmstr. 32 65183 Wiesbaden Tel.: 0611/31 38 39 www.bellevue-saal.de
|
 |
 |
 |
 |
| |
 |

(9) Wechselkurse 1 € - 5.6492 NIS (0.327%) 1 CHF – 3.5839 NIS (0.652%) 1 £ - 8.1225 NIS (0.458%) 1 $ - 4.5030 NIS (-0.640%) (Bank of Israel, 28.04.06)
|
 |
 |
 |
 |
| | |
Es sind keine Kommentare vorhanden
|
 |